Wohin geht’s in 2016?

by Filippos Petridis February 1, 2016 No comments

Zu Beginn eines jeden Jahres ist es an der Zeit, in die Glaskugel zu schauen und eine Zeitreise in das kommende Jahr zu unternehmen. Mit dem Wechsel in das Neue – sowieso vielversprechendere – Jahr wird gewöhnlich viel evaluiert, (selbst)reflektiert, geschrieben und noch mehr vorgenommen. Im Internet wimmelt es wieder nur so von fragenden oder weissagenden Posts und Berichten: “Was kommt 2016 so auf uns zu?” Für unsere Branche haben jedenfalls folgende drei Trends meine Aufmerksamkeit erregt.


Outside the Box

Der technische Fortschritt kennt keinen Schlaf. Und so zählen Wearables die gegangen Schritte und unseren Puls, und das sonntägliche Jogging wird bis aufs Mark analysiert. Intelligente Kühlschränke kaufen ein, der Filmanbieter weiß besser als wir selbst, welche Filme zu uns passen und die treuen Smartphones informieren uns, in welcher Bar gerade nicht nur 19-jährige tanzen. Ich frage mich, ob man morgen auf seinen Lieblingsjoghurt wird verzichten müssen, nur weil der Fitness-App-Meilenstein nicht erreicht wurde?

All diese Technologie sammelt jedenfalls riesengroße Mengen an Daten, die jetzt noch intensiver in die Dienstleistungs- und Designstrategien einfließen werden. Die beidseitige Beziehung zwischen Nutzer und Unternehmen wird gestärkt. Viele lebens- und gesundheitsoptimierende Dienstleistungen, digitale persönliche Assistenten, oder lernfähige Algorithmen (Amazon, IBM’s Watson Developer Cloud), werden noch schlauer. Dabei wird die verbale Interaktion (Siri, Cortana, Google Now, Facebook M) immer stärker in unseren Alltag integriert. In diesem Jahr werden entry points außerhalb des Bildschirms an Gewicht gewinnen und Dienstleistungen und Angebote werden stärker personalisiert und kontextbasiert.

All dies merken wir insbesondere bei der Arbeit mit unserem langjährigen Kunden relayr – dem Cloud-Service für das Internet of Things.

 

Arbeitnehmer – die neuen Helden von morgen

Die Generationskluft und die wachsende Ungleichheit unter den Arbeitnehmern, der VW- und der FIFA-Skandal oder das immer stärker ethisch-beeinflußte Konsumverhalten. Das sind nur einige Dinge, die uns in den vergangenen Jahren beschäftigten und es auch weiterhin tun werden. Im Vordergrund stehen nun Employee Experience und Employee Empathy. Viele kleine und große Unternehmen beginnen, das interne Branding und die Wahrnehmung der Unternehmenskultur in der Öffentlichkeit besonders behutsam zu pflegen. Dabei entstehen viele Fragen: Welche Auswirkungen sind in der Talente-Landschaft der nächsten Jahre zu erwarten? Wie sind eigentlich die Erwartungen der verschiedenen Generationen in einem Unternehmen zu meistern? Als Folge kann man erwarten, dass auf vertraute Abläufe besser geachtet wird.

Überhaupt wird die interne Kultur eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, sich dadurch aber auch deutlich verbessern. Von digitalen Intra-Kommunikationslösungen, über datenbasierte Personalmarketing-Strategien bis hin zum Trend der letzten Jahre, Mitarbeiter selbst zu Marken-Botschaftern zu machen. Digitales Storytelling könnte dabei eine effektive Technik sein, um Austausch und Bindung besser zu verknüpfen.

Unsere eigene Arbeitskultur haben wir kürzlich durch Daily Stand-Ups, Kreativ-Warm-Ups und Slack ergänzt. Die gewonnene Flexibilität lässt uns spürbar mehr Raum für Kreativität und fachliche Vertiefung.

Input-Talks in Form der “Moto Vision” sind bereits fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Unternehmensinterne Kultur spielt eine zunehmend größere Rolle und beeinflußt Arbeitsabläufe, Onboarding-Lösungen und Personalmarketing-Strategien.

 

Design hat eine neue Heimat

In erfolgreichen Unternehmen genießt Design heute einen hohen Stellenwert. Digital-Design und Design-Thinking haben Einzug gehalten und werden gelebt. Große Organisationen haben verstanden, wie Design ihnen ermöglicht, hochwertigere Produkte anzubieten, Wettbewerbsvorteile zu sichern und sich zu differenzieren. Konzerne haben in den vergangenen Jahren eine Menge in Design investiert. – Und das ist gut so.

Bis ins Detail gestaltete digitale Produkte, Design-Labs und UX Offices sind das neue Omen. In 2016 werden auch vermehrt mittelständische Unternehmen diese tiefgreifende Transformation ins Digitale wahrnehmen und von ihr profitieren.

Design geführte Prozesse haben das Potential, Silo-Denken zu durchbrechen und einzelne Produkte zu Plattformen zu verbinden. Sie schaffen clevere, zukunftsweisende Ökosysteme. Wenn auch die Unternehmensleitung das Design Thinking unterstützt, kann Innovation bewusst vorangetrieben werden.

Seit circa 1 1/2 Jahren beraten wir nun Haufe beim Ausbau ihrer internen Design-Leistungen und erfahren täglich, was Design Strategie in einem klassischen Unternehmen leisten kann.

 

Mehr zu den Design- und Tech-Trends für 2016 findet Ihr hier: Gartner, Page, Trend Watching, Fjord, Frog, Landor, Smart Insights, t3n, InVision