In seinem Aufsatz On Theory (GRID, Nr. 1) verweist Guy Bonsiepe auf den Kulturwissenschaftler Edward Said, der in den 80er Jahren dem vorherrschenden werkimmanenten Interpretationsansatz des französischen Strukturalismus einen gesellschaftskritischen Ansatz entgegenstellt. Seine 3 Grundfragen für eine “Politik der Textinterpretation”: “Wer schreibt? Für wen wurde der Text geschrieben? Unter welchen Umständen?”
Bonsiepe formuliert die Fragen für das Design “zu Zwecken der Designinterpretation, -ausbildung und der -praxis” um: “Für wen wird ein Design entwickelt? Unter welchen wirtschaftlichen, sozialen und technischen Bedingungen?” “Vielleicht”, so Bonsiepe, “ließen sich von diesen Fragestellungen her Relevanzkriterien für das Entwerfen [...] finden.”
Read more
Tags: Branded Interaction Design, branded interactions, Branding, Crowdfunding, design, Designkritk, Designtheorie, DIY, Edward Said, Guy Bonsiepe, Markenstrategie
Le Van Bo ist als Kind mit seinen Eltern aus Laos nach Deutschland gekommen und wuchs im Berliner Wedding auf. Van Bo arbeitet heute bei Dan Pearlman als Konzepter, aber seit ich ihn vor über einem Jahr das erste Mal bei einem DDC Salon traf, frage ich mich, wie er neben seinem Projekt “Hartz IV Möbel” überhaupt noch Zeit hat, etwas anderes zu tun als Workshops zu halten, Pressetermine wahrzunehmen, sich neue Möbel auszudenken und sich mit Experten zu besprechen, wie diese am besten und einfachsten von Laien gebaut werden können (Van Bo ist nämlich selbst einer).
Read more
Tags: berlin, books, crowdsourcing, Culture, DIY, furniture, HartzIV Moebel, kreuzberg 36 chair, Living, open source, Pattern